Kategorie: Minfo


PRC-Saltillo gibt die Übernahme der Therapy Box®-Apps Predictable®, Scene & Heard Pro®, Colourful Semantics® und VocaQuest® bekannt.

 🥳 Therapy Box®-Apps werden Teil unserer PRC-Saltillo Gruppe.

Mit diesem Schritt erweitert PRC-Saltillo sein globales App-Portfolio im Bereich der Unterstützten Kommunikation (engl. AAC) und stärkt den Zugang zu barrierefreier Kommunikation für Menschen aller Altersgruppen, Sprachentwicklungsstufen und Regionen weltweit.

Die Integration ausgewählter Apps in das bestehende Produktportfolio von PRC-Saltillo erfolgt schrittweise und regionsspezifisch und mit dem Ziel, eine optimale Nutzererfahrung sicherzustellen.

Wir freuen uns darauf, die bewährten und international ausgezeichneten Lösungen von Therapy Box weiterzuführen und ihre Reichweite gemeinsam auszubauen.

Mein erster Kongress

Der Kongress für Unterstützte Kommunikation in Leipzig vom 06.–08.11.2025

Ich heiße Nency Pfeifer und bin 28 Jahre alt. Da ich wegen einer Gehirnblutung unter meiner Geburt weder laufen noch selber sprechen kann, kommuniziere ich mit meinen Mitmenschen über einen Sprachcomputer: einen sogenannten Accent 800 mit der Wortstrategie 144.


Aber jetzt erst mal alles von Anfang an:


Eines Abends im Mai bekam ich eine WhatsApp-Nachricht von meiner Prentke-Romich-Beraterin Mattea Ruthenberg. Sie fragte mich, ob ich mir überlegte, zum diesjährigen UK-Kongress in Leipzig zu fahren. Ich antwortete ihr, dass ich dies eigentlich nicht vorhatte. Ich hatte noch nie davon gehört und fragte sie, warum sie mir solch eine Frage stellte. Sie klärte mich dann auf:
„Wir als Prentke Romich würden dich gerne einladen, uns bei unserem Stand zu unterstützen.“ Ich sollte mir überlegen, ob es etwas für mich wäre. Ich hielt Rücksprache mit meinem Arbeitgeber und meiner Mutter, die mich nach Leipzig begleiten sollte, und nahm das Jobangebot ein paar Tage später mit Freude an.


Nachdem mit Mattea alle Details besprochen und ein Hotel gebucht war, wartete ich nun mit gemischten Gefühlen aus Angst, Ungewissheit und Vorfreude auf den November.

Mit Fragen und Gedanken wie: „Was ist ein Kongress? Was wird von mir erwartet?“ und „Bin ich gut vorbereitet?“ fuhren meine Mutter und ich los nach Leipzig. Nach etwa vier Stunden Autofahrt ab Bremen kamen wir im Hotel an. Den Abend nutzten wir für einen Spaziergang durch die Leipziger Innenstadt.

Nach einem energiereichen Frühstück im Hotel machten wir uns zu Fuß auf den Weg zur Kongresshalle. Viel zu früh, denn wir mussten erst um 14 Uhr an unserem Stand sein.

Die Veranstaltung war nur einen Kilometer vom Hotel entfernt. Dort angekommen, wurde ich schon am Stand von PRD erwartet. Katrin Möhlecke, Lena Fischer, ebenfalls PRD-Beraterinnen, und deren Kollege Benjamin Musketa waren schon mit dem Aufbau des Standes beschäftigt. Katrin und Lena haben mich gleich eingewiesen und mir alles erklärt. Sie zeigten mir, was es Neues bei PRD gibt: das Wimmelbuch.

Anschließend bekam ich, nach meinem Einverständnis, ein Namensschild angehängt und das abwaschbare Tattoo „Weil jeder was zu sagen hat“ auf den Handrücken.

Über den Einsatz der beiden, mir meine Nervosität ein bisschen zu nehmen, war ich froh. Nach und nach kamen auch die anderen Mitarbeiter an, die mich ebenfalls freundlich begrüßten. Das gab mir ein gutes Gefühl.

Schon bald war es 14 Uhr und der Saal mit der Ausstellung füllte sich langsam mit Besuchern. Dies war mein Zeichen, loszulegen, denn meine Aufgabe des Tages bestand darin, aktiv auf die Leute zuzugehen, um so ins Gespräch mit ihnen zu kommen. Ich sollte die Besucher der Messe auf den Stand von PRD aufmerksam machen. Ich bin also etwas unbeholfen auf einen Stehtisch zugefahren, an dem Besucher mit ihren Kaffeetassen standen, und habe den Menschen meine Hilfe angeboten. Sie lehnten dankend ab, waren aber trotzdem begeistert, wie schnell ich mit meinem Talker trotz der kleinen Felder schreiben kann. Das gab mir noch ein besseres Gefühl.

Irgendwann traf ich auf eine Frau, die mich durch mein Namensschild erkannte. Sie hatte den Artikel „Ein Leben ohne meinen Talker kann ich mir nicht vorstellen“ (2017) von mir gelesen und ihrem Schüler damit Mut gemacht. Das freute mich sehr zu hören.

Kurze Zeit später sprach ich eine Dame an, aber sie verstand mich nicht, weil sie kein Deutsch sprach.

Sie sagte mir mithilfe ihres Handys, dass ich sie inspiriere, und wir machten auf ihren Wunsch hin noch ein Foto zusammen. So lernte ich immer mehr interessante Personen kennen, die mich auf mein strahlendes Lächeln angesprochen haben.

Personen, die staunten, wie gut ich die kleinen Felder meines Talkers und die Menge der Tasten auf dem kleinen Bildschirm beherrsche.


Wie z. B. zwei Frauen, die gemeinsam ein Buch mit einem UK-Nutzer veröffentlicht haben. Sie luden mich in ihre Lesung am Samstag ein, zu der wir es am Samstag leider nicht mehr schafften.
Ich sprach ohne meine schon vorgespeicherten Sätze und Texte, die ich extra für den Kongress vorbereitet hatte.

Plötzlich fragte mich ein Mann, ob ich Musik machen wolle. Er wies mich ein und ich begann, Musik zu machen, indem ich meine Arme einfach bewegte, denn: Eine Armbewegung = ein Ton.

Mit der Musik, die man im ganzen Saal hören konnte, ging der erste Kongresstag auch langsam zu Ende. Überglücklich und voller neuer Erfahrungen und doch körperlich erschöpft ging es wieder ins Hotel. Am nächsten Tag hatten wir Zeit, uns die Ausstellung inklusive Verkaufsecke anzuschauen. Dabei durften wir auch Talker mit Augensteuerung ausprobieren. Es war eine lehrreiche und zeitgleich anstrengende Erfahrung, die trotzdem großen Spaß gebracht hat.

Zuvor durften wir uns noch einen Vortrag anhören, der sich mit UK-unterstützten Gesellschafts- und Computerspielen beschäftigte.

Am späten Nachmittag haben wir uns im Hotel für die Abendveranstaltung frisch gemacht. Hier wurden Preise an Leute verliehen, die sich für Unterstützte Kommunikation einsetzen.Während der ganzen Zeit sprachen mich immer wieder Menschen an und unterhielten sich mit mir.

Der letzte Tag des Kongresses begann für uns schon früh in der Halle.

Wir verabschiedeten uns von allen und machten uns überglücklich und um einige überwältigende Erfahrungen reicher auf den Weg nach Hause.
In diesem Sinne möchte ich mich bei Mattea und dem kompletten PRD-Team noch einmal ganz herzlich für diese großartige Möglichkeit bedanken.

Nency Pfeifer, UK-Nutzerin

Hey, ich bin Luise Wolf 

Seit Januar 2025 bin ich bei PRD als Beraterin im nordöstlichen NRW unterwegs – und ich freu mich riesig, dabei zu sein!

Meine Begeisterung für UK hat im Studium der Rehabilitationspädagogik angefangen. Da wurde mir schnell klar: Kommunikation und Teilhabe gehören einfach zusammen. Wer nicht sagen kann, was er denkt oder fühlt, bleibt oft außen vor – und das darf nicht sein.

Nach dem Studium ging’s für mich erstmal in die Kita. Vier Jahre lang habe ich dort Kinder mit Behinderung und ihre Familien begleitet. Eine Zeit, die mich sehr geprägt hat – vor allem die Erkenntnis, wie wichtig es ist, das Umfeld zu stärken. Denn UK funktioniert nur, wenn alle mitmachen und die Nutzer:innen auf ihrem Weg unterstützt werden.

Mir ist es wichtig, gemeinsam kreative und alltagsnahe Lösungen zu finden – und dabei immer den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Ich glaube fest daran, dass jede:r etwas zu sagen hat. Und ich möchte mithelfen, dass diese Stimmen gehört werden.

Ich freue mich auf viele spannende Begegnungen, gute Gespräche und darauf, gemeinsam Barrieren abzubauen – Schritt für Schritt.

E-Mail Zentrale Terminvergabe termine@prentke-romich.de

Minfo 01-26

Beraterin

Luise Wolf

Rehabilitationspädagogin B.A.

Westdeutschland

Hallo aus Dresden!

Mein Name ist Susan Titze und ich bin seit September 2024 als Beraterin für Sie in Sachsen und Thüringen im Einsatz.

Als Logopädin und Kommunikationspädagogin für UK arbeite ich seit vielen Jahren begeistert mit Menschen mit kommunikativen Einschränkungen sowie deren Umfeld zusammen, um die individuell größtmögliche Teilhabe für den Nutzer zu erlangen.

Es mir eine Herzensangelegenheit, mit viel Sonne im Herzen eine bestmögliche Beratung im Sinne der Lebensqualität der Nutzer umzusetzen. Dabei steht jeder Mensch im Mittelpunkt – mit seinen eigenen wertvollen Geschichten, Ideen und Interessen! Lassen Sie uns gemeinsam diesem eine Stimme geben!

Vereinbaren Sie gern ein PRD- Beratungsgespräch. Ich freue mich auf unser Kennenlernen!

E-Mail Zentrale Terminvergabe termine@prentke-romich.de

Minfo 01-26

Beraterin

Susan Titze

Staatlich anerkannte Logopädin, Kommunikationspädagogin für Unterstützte Kommunikation (LUK), Medizinprodukteberaterin

Ostdeutschland

Ich möchte gesehen werden – nicht übersehen!

Ich bin Frank Klein, 42 Jahre alt, aus Köln. Seit zehn Jahren lebe ich in meiner eigenen Wohnung – mit Assistenz. Jeden Tag unterstützt mich jemand im Alltag, auch nachts ist Hilfe da, wenn ich sie brauche. Diese Unterstützung ermöglicht mir ein selbstbestimmtes Leben. Trotzdem bin ich nicht unsichtbar. Ich habe Gedanken, Gefühle, Meinungen. Ich kommuniziere vielleicht anders, aber ich kommuniziere. Mein Gerät ist keine Barriere, sondern meine Brücke zur Welt. Und ich wünsche mir, dass diese Brücke nicht ignoriert wird, sondern als das gesehen wird, was sie ist: ein Werkzeug, das mir ermöglicht teilzunehmen, mitzureden und gehört zu werden.

Wenn ich mit meinem Assistenten unterwegs bin, erlebe ich oft, dass ich nicht wirklich wahrgenommen werde. Immer wieder kommt die Frage: „Versteht die Person dich? Hört er dich?“ Dann denke ich: Warum sollte ich zwei Ohren haben, wenn nicht zum Zuhören? Mir ist bewusst, dass der Kontakt mit mir für manche neu ist, gerade wenn sie so etwas noch nie erlebt haben. Das verstehe ich. Aber Ehrlichkeit ist mir wichtig – sie und die Neugier, mich wirklich kennenzulernen.

Natürlich gab es auch Situationen, in denen Menschen mich ohne Grund ausgelacht haben – egal ob jung oder alt. Zum Glück habe ich durch meine Familie und mein Umfeld gelernt, vieles gelassener zu sehen und mir ein dickes Fell zuzulegen. Das zeigt sich auch in meinem Selbstbewusstsein.
Der Einsatz meines Kommunikationsgeräts nimmt mich nicht aus der Verantwortung für mein Handeln. Er schützt mich nicht vor Kritik – und soll es auch nicht. Wenn ich möchte, dass Menschen mich wie jeden anderen behandeln, gilt das im beruflichen wie im privaten Leben.

LAMP Words for Life®

Jetzt auch auf Deutsch. Sprache entwickeln durch Bewegung – mit LAMP WFL®

LAMP Words for Life® ist ein aus den USA stammender umfangreicher systematischer Wortschatz, der speziell für Menschen mit Autismus und anderen Entwicklungsstörungen konzipiert wurde. Das System basiert auf dem Prinzip der Language Acquisition through Motor Planning (LAMP™) und greift einige von den Minspeak-Vokabularen bekannte Ideen auf.

Durch konsistente motorische Muster wird Sprache intuitiv erlernt – jedes Wort hat seinen festen Platz und Bewegungsablauf. So entsteht ein verlässlicher Zugang zu Sprache, der unabhängig von kognitiven oder visuellen Anforderungen funktioniert. Obgleich der gesamte Wortschatz von LAMP Words for Life® auf einer Oberfläche von 84 Feldern beruht, gibt es mehrere Möglichkeiten, diesen schrittweise und sehr strukturiert zu erlernen. Zum einen steht die Oberfläche für den Beginn auch in einer 1-Hit-Version zur Verfügung. Diese beinhaltet über 80 wichtige Kernwörter, die durch je nur eine Tastenaktivierung abgerufen werden können, also gewissermaßen eine umfangreiche sprechende Kommunikationstafel.

Zum anderen bietet die Software auch die nützliche Funktion Fokuswörter, über die das Vokabular zeitweise leicht auf eine bestimmte Menge an Aussagen reduziert werden kann, um störende Ablenkungen beim Lernprozess zu minimieren.

Die komplette Version ermöglicht den Abruf von mehreren tausend Wörtern in grammatikalisch korrekter Form über eine Kombination von maximal 3 Tastenaktivierungen und stellt damit ein sehr effizientes Instrument für die Alltagskommunikation dar.

Symbolbasiertes Wortschatzprogramm

Neu!

LAMP Words for Life®

Jetzt auch auf Deutsch. Sprache entwickeln durch Bewegung – mit LAMP WFL®

Der PRD-Katalog 2026 ist eingetroffen!

Ab sofort können Sie den aktuellen Prentke Romich Produktkatalog kostenfrei bei uns anfordern.

Auf nahezu 100 Seiten erhalten Sie wie jedes Jahr einen umfassenden Überblick über unser gesamtes Angebot im Bereich Unterstützte Kommunikation. Neben unseren Wortschatzprogrammen und dynamischen Talkern – wahlweise mit oder ohne Augensteuerung – finden Sie auch Materialien zur Kommunikationsanbahnung, passendes Zubehör, Halterungen sowie hilfreiche Informationen zu Hilfsmittelbeantragungen, verschiedenen Diagnosen und die passenden Ansprechpartner in unserem Haus.

Fordern Sie Ihr kostenloses Exemplar einfach per E-Mail an: info@prentke-romich.de.

Alternativ steht Ihnen der Katalog auch als PDF zum Download bereit.

Alle Produkte, die im Katalog vorgestellt werden, können Sie selbstverständlich ebenfalls in unserem Online-Shop. entdecken.

Minfo 04-2025

Tipp: Das Workbook zum PRD-Wimmelbild

Ideen zur Kommunikationsförderung

Wimmelbilder bieten jede Menge Gesprächsanlässe, die für die unterschiedlichsten Förderziele genutzt werden können.

Anfang November haben wir auf dem UK-Kongress in Leipzig das PRD-Wimmelbild plus Workbook vorgestellt. An unserem Stand hatten wir viel Freude daran, den Besucher:innen beim Erkunden und Entdecken der Details zuzuschauen und mit ihnen über konkrete Einsatzmöglichkeiten zu sprechen. Hier stellen wir einige Ideen aus dem Workbook vor. 

 

PRD Idee

Zum Download

Wimmelbild-Workbook mit DIN A2-Poster

Neu!

Kommunikationsförderung mit dem PRD-Wimmelbild

Ein Wimmelbild bietet jede Menge Gesprächsanlässe, die wir für die unterschiedlichsten UK-Ziele nutzen können. „Ich sehe was, was du nicht siehst ...“ ist nur eine Option unter vielen Interaktionsmöglichkeiten.) Das eigens für die UK-Förderung entwickelte PRD-Wimmelbild ist ab sofort als Poster und mit Workbook erhältlich.

Wimmelbild DIN A2-Poster

Neu!

Kommunikationsförderung mit dem PRD-Wimmelbild

Ein Wimmelbild bietet jede Menge Gesprächsanlässe, die wir für die unterschiedlichsten UK-Ziele nutzen können.

Präsentation zur unserer MetaTalk-Online-Schulung vom 6.10. jetzt online

Am 6.10.25 gaben unsere Beraterinnen Anna Siegmund und Lena Fischer eine Online-Schulung zum beliebten Wortschatzprogramm MetaTalk. Wollen Sie die Informationen nochmal auf Ihren Rechner downloaden? Kein Problem, hier ist das PDF Dokument für Sie als Download. Viel Spaß und viel Erfolg damit!

Haben Sie noch Fragen oder Wünsche zu diesem Thema? Dann schreiben Sie Anna Siegmund oder Lena Fischer einfach eine E-Mail.

 

Präsentation:

Zum Download

 

Symbolbasierte Wortschatz-App

MetaTalk für Via

MetaTalk ist eine symbolbasierte App zur Unterstützten Kommunikation. Sie ermöglicht Menschen ohne oder mit wenig bzw. schwer verständlicher Lautsprache zu kommunizieren.

10 % Oktober-Rabatt im Prentke Romich Webshop!

Der Oktober steht ganz im Zeichen der Unterstützten Kommunikation – und das weltweit: Seit 2007 wird der Monat als „International AAC Awareness Month“ gefeiert.

Aus diesem Anlass bedanken wir uns mit einem besonderen Angebot:
Vom 15. bis 29. Oktober 2025 erhaltet Ihr 10 % Rabatt auf alle im Webshop bestellbaren Produkte!*

Ziel des Aktionsmonats ist es, das Bewusstsein für Unterstützte Kommunikation zu stärken und aufzuzeigen, wie vielfältig Menschen mithilfe von Kommunikationshilfen in Kontakt treten können. Mehr Infos dazu finden Ihr hier: ISAAC – International AAC Awareness Month

Bitte beachten: Unsere Talker (gekennzeichnet mit „Dieser Artikel ist nicht über den Webshop erhältlich.“) sind von der Aktion ausgenommen.