Viele Menschen gehen davon aus, dass ein Kommunikationsgerät immer exakt das ausdrückt, was man wirklich meint, doch so einfach ist es nicht. Auch mit einem Sprachcomputer kann es zu Missverständnissen kommen.
Mein Name ist Frank Klein, und ich arbeite als Markenbotschafter bei Prentke Romich.
Auch Menschen, die über einen Sprachcomputer kommunizieren, können im Affekt, in Wut, Stress oder einem emotionalen Moment Worte auswählen, die anders klingen, als sie eigentlich gemeint sind. Die Nutzung eines Talkers macht niemanden unfehlbar, und sie schützt auch nicht davor, im falschen Moment die falschen Worte zu treffen.
Wie bei jedem anderen Menschen können Gefühle die Sprache beeinflussen. Nur weil Worte über ein technisches Hilfsmittel ausgesprochen werden, bedeutet das nicht, dass sie automatisch ruhig, perfekt oder eindeutig sind. Emotionen, Überforderung oder Verletzungen können dazu führen, dass etwas gesagt wird, das später anders einzuordnen ist.
Es gibt Momente, in denen Missverständnisse fast unvermeidlich sind — besonders dann, wenn Emotionen eine Rolle spielen und man, wie ich, spontan auf Situationen reagiert, sobald sie entstehen. Worte können impulsiv, unvollständig oder von Gefühlen gefärbt sein. Das macht uns nicht weniger wertvoll oder weniger ernst zu nehmen, sondern zeigt, dass wir fühlende Wesen sind.
Trotzdem finde ich sollte man den Talker bewusst und gezielt einsetzen. Die Wortwahl braucht Sorgfalt, sonst kann die Situation schnell in die falsche Richtung laufen. Diese Erfahrung habe ich leider auch schon öfters gemacht.
Das macht, dass man mir die gleiche Menschlichkeit zugesteht wie jedem anderen. Jeder Mensch sagt manchmal Dinge im Affekt, die nicht das ganze Bild zeigen.
Auch im Umgang mit einem Sprachcomputer kann es zu Missverständnissen kommen.
Hier meine ich das jemand schnell mal eine falsche Taste gedrückt hat und somit ein nicht gemeintes Wort vom Talker ausgesprochen wird. Nicht alle Menschen verstehen wie der Sprachcomputer funktioniert und das einige der Benutzer nicht lesen können, was Sie auf dem Sprachcomputer schreiben. Sie lassen sich den Satz vorlesen, den Sie schreiben, um dann zu wissen das genau das, was Sie meinten, gesagt wird.
Generell ist Sprache nuanciert, Stimmungen schwingen mit, und nicht jede Formulierung trifft genau das, was man eigentlich ausdrücken wollte. Ein technisches Medium macht diese Feinheiten nicht automatisch klarer; manchmal verstärkt es sogar die Distanz oder lässt Zwischentöne verschwinden.
Deshalb wünsche ich mir, dass man mir mit derselben Geduld, Nachsicht und Offenheit begegnet, die man auch anderen Menschen entgegenbringt. Dass man anerkennt, dass hinter jedem Wort ein Mensch steht — mit Gefühlen, Unsicherheiten, guten Absichten und manchmal auch Momenten, in denen etwas unglücklich formuliert wird. Menschlichkeit bedeutet, diese Misskomunikationen auszuhalten und trotzdem einander wohlwollend zu begegnen.
Minfo 01-26




