Autor: Michael Homburg




Wie ich zu meinem Kommunikationsgerät kam

Als ich zwischen 10 oder 11 Jahre alt war, bekam ich das erste Kommunikationsgerät, was den Namen Touch Talker hatte. So weit so gut. Dachten alle außer ich, weil das komische Ding was vor mir stand, hatte nur Tasten: Wie sollte das mir beim Kommunizieren helfen? „Ach, das geht doch garnicht.“ Das war meine Meinung und dazu, sah es auch nicht so leicht aus: Also was mache ich? Nur eine Antwort: “Hier muss ich weg.“

So fuhr ich in meine Klasse zurück, denn ich hatte doch eine Möglichkeit zu kommunizieren, wenn sie auch nicht so perfekt war, doch man verstand mich. Ich kommunizierte mit den Menschen, die mich gut kannten, durch Mimik und Gestik. Man kann doch alles den Leuten zeigen, was ich will, das war meine Denkweise. So war es schon ganz klar, das Gerät wanderte in den Schrank.

Ich bin weiter mit meinen bisherigen Kommunikationsmöglichkeiten in die Schulpausen gefahren. „Alles gut. Kein Problem“ habe ich gedacht. Bis was Unerwartetes passierte: Da sah ich sie, sie sah wirklich toll aus, nur, ich hatte ein kleines Problem. “Wie kann ich ihr sagen, was ich fühl?“ Aber was schon klar war, sie hat mein Interesse geweckt. Jetzt fing mein Gehirn an zu arbeiten und auf einmal kam mir die Erleuchtung. Ich hatte noch das komische Gerät im Schrank. Dann besorgte ich mir Leute wie meine Lehrerin, die mir halfen, und dann war ich quasi mittendrin statt nur dabei!

Ich tauchte nun in eine ganz andere Welt ein. Ich konnte es kaum glauben aber von Tag zu Tag lernte ich mehr dazu. Ich hatte einen Helfer, wo Symbole mit passenden Sätzen drin waren, und diese habe ich dann erstmal geübt. Das habe ich wirklich jeden Tag in der Schule geübt, bis ich mir einige Symbole und Sätze gemerkt habe. Danach kamen mehr und mehr Symbole dazu. Dann hat mich meine Motivation gepackt und ich habe viel mit dem Talker rumgespielt und herumprobiert, was dann echt Spaß gemacht hat. Am Anfang habe ich natürlich mehr Blödsinn gemacht, aber es hat mir trotzdem geholfen, mir die Symbole einzuprägen. Ich habe angefangen alles einzuspeichern was ich gehört habe und für gut empfunden habe. Dazu gehörten natürlich nicht so nette Wörter und lustige Sprüche. Die Sprüche benutze ich manchmal heute noch.

In der Schule waren am Ende alle Zivis meine Zivis und haben mit mir den ganzen Schultag Wörter und Sätze gespeichert.

Nach der Schule kam ich in zwei verschiedene Werkstädten, von dort aus besuchte ich zu einem Schulen, wo ich als Coach Menschen mit unterstützter Kommunikation die Nutzung des Sprachcomputers näherbrachte und zum anderen machte ich eine Ausbildung zum UK-Referent.

Nach der Zeit in der Werkstatt bin ich bis heute als Referent und Coach tätig. Mir liegt es am Herzen andere Menschen zu unterstützen und ihnen bei dem Erlernen von der Kommunikation mit einem Sprachcomputer zu helfen.

Frank Klein für Prentke Romich

Spiel-Tipp: GEFUNDEN!

Outdoor-Suchspiel von Edubini

Dieses Outdoor-Suchspiel enthält 50 spannende Suchaufträge in Kartenform, die aus jedem Ausflug in den Park oder Wald, sowie im eigenen Garten viel Freude beim Entdecken bringen! 

Die Aufgaben laden zum Suchen, Erzählen und Beschreiben ein – eine prima Gelegenheit z. B. verschiedene Adjektive (Eigenschaftswörter) auf dem Talker kennenzulernen und einzusetzen. 

Spielidee

Der Spielleiter liest einen Suchauftrag vor – hierbei kann je nach gewünschtem Schwierigkeitsgrad eine Vorauswahl getroffen werden. Nun darf gesucht und gefunden werden! 

Sobald die Spieler etwas entdeckt haben, wird gemeinsam über den Fund gesprochen. Und nach einem erlebnisreichen Tag laden die Fundstücke dazu ein, über das Outdoor-Abenteuer zu erzählen. Deshalb eignen sich die Aufgaben auch super für den Einsatz in kleinen Teams und gemischten Gruppen.

Neben der ursprünglichen Spielidee sind natürlich auch jede Menge kreative Abwandlungen für die Umsetzung mit dem Talker erlaubt und gewünscht.

Die Suchaufträge und die Beschreibungen der Funde können und sollten individuell auf die kommunikativen Fähigkeiten der Mitspieler und den jeweiligen Talkerwortschatz abgestimmt werden.

Hier schlagen wir vier Varianten vor:

 

PRD Idee

Zum Download

Kestner-App ab sofort wieder verfügbar

Unterstützte Kommunikation hat viele Gesichter und ein multimodales Kommunikationssystem geht weit über den Einsatz eines sprechenden Computers hinaus. Aus diesem Grund kann ab sofort die Kestner-App wieder beantragt werden. Sie ist als 5-Jahres-Lizenz erhältlich.

Die App „Der Kestner“ ist ein digitales Wörterbuch der Deutschen Gebärdensprache (DGS) mit etwa 19.000 Gebärden und zugehörigen Videos. Die App bietet Funktionen wie die Erstellung von Gebärdenbildern, das Erstellen von Druckvorlagen und Arbeitsmaterialien. Sie richtet sich an Lernende, Lehrende und Fachkräfte, die die DGS erlernen oder vermitteln möchten.

Nach der Kostenübernahme installieren wir die App für Sie auf ihren Via-Geräten.

Weitere Informationen zur Beantragung erhalten sie hier: Telefon: (0561) 78559-0 oder per E-Mail: info@prentke-romich.de

Minfo 02-2025

PRC-Saltillo unter den weltweit führenden Innovatoren für Barrierefreiheit – ausgezeichnet von Forbes

Wir freuen uns außerordentlich, bekannt geben zu dürfen, dass unser Mutterunternehmen PRC-Saltillo in die renommierte Forbes Accessibility 100-Liste aufgenommen wurde. Diese Liste ehrt die einflussreichsten Innovatoren, Organisationen und Entscheidungsträger, die sich weltweit für mehr Barrierefreiheit und Inklusion von Menschen mit Behinderungen einsetzen.

Forbes, eines der einflussreichsten Wirtschaftsmagazine der Welt, veröffentlicht jährlich Rankings, die Trends setzen – von den reichsten Unternehmern bis zu den innovativsten Ideen, die unsere Gesellschaft verändern. Die Accessibility 100-Liste stellt Vordenker in den Mittelpunkt, die durch Technologie, Design und Engagement neue Wege der Teilhabe ermöglichen.

“This honour not only reflects our ongoing commitment to inclusive communication, but it also shines a spotlight on the augmentative and alternative communication (AAC) industry as a whole,” – betont Sarah Wilds, CEO von PRC-Saltillo.

Für unser gesamtes Team weltweit ist dies eine große Ehre – und ein Moment, um gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen rund um den Globus zu feiern.

 

Minfo 02-2025

Buch-Tipp: Der Quasselsaurus

Minnie und Quassel sind euch bestimmt schon auf den PRD-Kanälen bei Facebook, Instagram und YouTube begegnet oder unter minspeak.de.

Aber wusstet ihr, dass auch bei den Dinos einen Quassel-Saurus und einen Mini-Saurus gibt? Wir haben die beiden in einem Kinderbuch von Rachel Bright und Chris Chatterton entdeckt, das erst vor kurzem im Magellan-Verlag erschienen ist.

In der Geschichte macht Quassel-Saurus seinem Namen alle Ehre und redet, redet, redet, so dass Mini-Saurus überhaupt nicht zu Wort kommt. – Eine Situation, die besonders unterstützt kommunizierenden Kindern sehr vertraut sein wird.

 

PRD-Idee Quassel-Saurus

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PRD bekommt Zuwachs

In unseren Wortschatzprogrammen Quasselkiste, Wortstrategie und LoGoFoXX finden Sie jetzt ein neues Symbol: Nomi. Nomi ist ein freundliches kleines Wesen, das zukünftig in den Minspeak-Programmen die Darstellung von Nomen unterstützt, die sich nicht eindeutig bildlich darstellen lassen.

Ob Erlebnis, Gesundheit oder Hoffnung – bei diesen und vielen weiteren Wörtern hilft Nomi gern. Ebenso werden zahlreiche Oberbegriffe für thematische Kategorien (Kleidung, Gefühle, Sport) mit Nomis Hilfe dargestellt. Aber auch bei Nomen, die leicht anhand eines Symbols zu identifizieren sind, unterstützt Nomi nun unsere Benutzer:innen, denn mit den Nomi-Symbolen können auch die weiteren Formen jedes Nomens gebildet werden. Und so treffen wir Nomi auch in den LoGoFoXX-Programmen, um z.B. die Mehrzahl oder die Genitivform eines Wortes bilden zu können. Wir freuen uns, dass wir Nomi für uns gewinnen konnten und danken schon jetzt für die tatkräftige Unterstützung. Willkommen bei PRD!

Minfo 01-2025

Wechsel in der Geschäftsführung der Prentke Romich GmbH  

Nach 32 Jahren übergibt Jürgen Babst das Steuer der Prentke Romich GmbH (PRD). Wer ihn kennt, weiß: Er hat das Unternehmen nicht nur geführt, sondern geprägt – mit klarem Kompass, kaufmännischem Geschick und einer ordentlichen Portion Leidenschaft für Unterstützte Kommunikation und die Nutzer:innen. 

Sein Nachfolger wird Dustin Karl, der seit 2014 im Unternehmen ist und bereits seit einiger Zeit als Prokurist und COO tätig ist. An seiner Seite: Stella Wenzel, die künftig als Prokuristin mit an Bord ist – gemeinsam bilden sie das neue Führungsduo. 

 Jürgen Babst sagt zum Wechsel: „Ich bin sehr dankbar für meine Zeit bei der Prentke Romich GmbH und die Möglichkeit, die Firma, ihr Erscheinungsbild und ihre Produkte zu gestalten. Es ist ein besonderes Team, und wir haben tolle Kunden. Ich bin sehr froh, dass wir mit Dustin Karl einen Nachfolger gefunden haben, der sowohl die Prentke Romich GmbH als auch die Branche seit vielen Jahren kennt. Ich bin sicher, dass sich Prentke Romich GmbH weiterhin hervorragend entwickeln und den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sein wird.“ 

Dustin Karl ergänzt: „Ich bin dankbar für das Vertrauen und freue mich sehr, PRD weiterhin erfolgreich in die Zukunft führen zu dürfen. Dies gilt insbesondere für die Zusammenarbeit mit unserem großartigen Team – engagiert, herzlich und voller Ideen – sowie den gemeinsamen Weg mit unseren wertvollen Kund:innen und Partnern.  

Die kommenden Aufgaben und Herausforderungen gehe ich mit großer Motivation und Respekt an. Mein besonderer Dank gilt Jürgen Babst für die langjährige, vertrauensvolle Zusammenarbeit und seine beeindruckende Aufbauarbeit – sowohl für das Unternehmen als auch für die gesamte Branche und für mich persönlich.“ 

Über die Prentke Romich GmbH: 

Die Prentke Romich GmbH gehört zur PRC-Saltillo-Gruppe, einem der größten Hersteller von Hilfsmitteln zur Unterstützten Kommunikation (UK). Jürgen Babst ist bereits seit 1989 in der Hilfsmittelbranche tätig und kam 1993 zur Prentke Romich GmbH. Unter seiner Leitung wurde das Unternehmen zu einem der größten Anbieter von UK-Produkten in Deutschland. 

 

Minfo 01-2025

25 %  auf alle Versa-Produkte in unserem Webshop!

Im April und Mai feiern wir den Monat der Autismus-Akzeptanz und möchten diese besondere Zeit mit dir teilen!

Vom 16. bis 7. Mai erhältst du 25 % Rabatt auf alle Versa-Produkte in unserem Webshop. Nutze die Gelegenheit, um unsere hochwertigen Produkte zu entdecken und gleichzeitig ein Zeichen für die Akzeptanz von Autismus zu setzen.

Wir freuen uns auf deinen Besuch und danken dir für deine Unterstützung!

Minfo 01-2025

Zubehör

Versa™-Produkte

Ob für zuhause, die Schule, die Arbeit oder die Freizeit – entdecken Sie die neuen Versa™-Produkte für den täglichen iPad®-Einsatz unterwegs. Die Versa™-Produkte bieten Schutz (VersaWrap™) und zusätzliche Lautstärke (VersaSpeaker™) für Ihr iPad® (iPad® nicht im Lieferumfang enthalten).

🗣️ Kommunikation auf Augenhöhe und ohne Sprachbarriere! 🌍

Sie möchten eine Kommunikationshilfe bei der Krankenkasse beantragen, aber Deutsch ist nicht Ihre Muttersprache?

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Damit jede*r die Chance auf selbstbestimmte Kommunikation bekommt. 💬✨

Erhältlich in:

🇩🇪 Deutsch
🇬🇧 Englisch
🇹🇷 Türkisch
🇸🇾 Arabisch
🇺🇦 Ukrainisch
🇷🇺 Russisch
🇫🇷 Französisch
🇮🇹 Italienisch
🇪🇸 Spanisch
🇵🇱 Polnisch

🔗 Alle Versionen finden Sie hier!
📥 Einfach downloaden, ausfüllen und den Weg zur passenden Kommunikationshilfe starten!

Minfo 01-2025

Neuer Absatz im Sozialgesetzbuch ermöglicht schnellere Versorgung mit Hilfsmitteln!

Das Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetz (GVSG) wurde am 28.02.2025 veröffentlicht und ist seitdem wirksam. Ein zentraler Bestandteil ist der neu eingeführte Absatz 5c im § 33 SGB V. Dieser neu hinzugefügte Absatz stellt einen bedeutenden Schritt für die zeitnahe und bedarfsgerechte Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit Hilfsmitteln dar. Durch die Anerkennung der Expertise von Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) und Medizinischen Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistiger oder schwerer Mehrfachbehinderung (MZEB) wird der Prozess der Hilfsmittelbewilligung erheblich erleichtert und beschleunigt.

In §33 SGB V Absatz 5c heißt es wörtlich:
„Die Erforderlichkeit eines Hilfsmittels wird vermutet, wenn sich der Versicherte in einem sozialpädiatrischen Zentrum, das nach § 119 Absatz 1 ermächtigt wurde, oder in einem medizinischen Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistiger Behinderung oder schweren Mehrfachbehinderungen, das nach § 119c Absatz 1 ermächtigt wurde, in Behandlung befindet und die beantragte Hilfsmittelversorgung von dem dort tätigen behandelnden Arzt im Rahmen der Behandlung innerhalb der letzten drei Wochen vor der Antragstellung empfohlen worden ist.“

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

Arbeitsgruppe diskutiert schnelle Umsetzung §33 Absatz 5c SGB V – rehaKIND e. V.

Konstruktiver Austausch beim RoundTable zur Umsetzung §33 Absatz 5c SGB V – rehaKIND e. V.

Minfo 01-2025