Hallo, mein Name ist Frank Klein und ich arbeite bei der Firma Prentke Romich als Markenbotschafter.
Für mich bedeutet Selbstbewusstsein, dass ich mich frage, wer ich bin und wer ich sein will, unabhängig von meiner Situation, dass ich eine körperliche Behinderung habe, und unabhängig davon, dass ich mit einem Sprachcomputer kommuniziere.
Selbstbewusstsein heißt: Ich kenne meine Werte, ich kenne meine Geschichte und ich stehe zu dem, was mich ausmacht. Mein Gerät ist kein Hindernis, sondern ein Teil meiner Art zu sprechen. Es zwingt mich dazu, meine Worte bewusst zu wählen, und genau das macht meine Kommunikation klar, reflektiert und authentisch. Aber eigentlich muss ich noch viel bewusster als andere Menschen, die normal sprechen, meine Worte wählen, da sie bei mir immer in der gleichen Tonlage und ohne Emotionen aus meinem Sprachcomputer herauskommen.
Selbstbewusstsein entsteht nicht aus perfekten Umständen, sondern aus der Entscheidung, sich selbst ernst zu nehmen. Das hat mir gezeigt, wie wichtig es für mich ist, ehrlich zu mir selbst zu sein und für das einzustehen, was mir wirklich etwas bedeutet. Und diese Entscheidung treffe ich jeden Tag. Jeden Tag bewusst ich selbst zu sein, ist das Allerwichtigste.
Ich achte im Umgang mit Menschen ganz besonders darauf, wie sie mit mir sind, und entscheide dann, ob ich einem Menschen etwas sagen kann oder es besser nicht tue.
Integrität bedeutet für mich, dass das, was ich denke, sage und tue, zusammenpasst. Dabei beginnt für mich alles bei mir selbst. Durch Selbstreflexion lerne ich immer besser, meine eigenen Werte und Stärken zu erkennen. Wichtig sind auch die Dinge, an denen ich noch wachsen möchte. Ich finde es wichtig, mich immer wieder zu hinterfragen und ehrlich zu schauen: Passt das, was ich tue, wirklich zu dem Menschen, der ich sein möchte?
Für mich bedeutet Integrität deshalb nicht, immer alles richtig zu machen. Es bedeutet vielmehr, auch dann bei meinen Werten zu bleiben, wenn es schwierig wird. Meine Gedanken, meine Worte und meine Handlungen sollen möglichst miteinander übereinstimmen – nicht nur dann, wenn andere zuschauen.
Bewusstsein spielt dabei eine große Rolle. Wenn ich weiß, was mir wichtig ist und warum ich bestimmte Dinge tue, kann ich meine Entscheidungen bewusster treffen und Verantwortung für mein Handeln übernehmen. Das gilt auch für meine Kommunikation. Eigentlich sollten wir öfter darüber nachdenken, was wir sagen, bevor es aus unserem Mund oder unserem Sprachcomputer herauskommt. Denn nicht nur das, was wir sagen, ist wichtig, sondern auch, wie wir es sagen. Und das müssen wir, die mit einem Sprachcomputer kommunizieren, durch unsere Mimik und Gestik verstärken, da, wie am Anfang schon erwähnt, die Computerstimme dies nicht überträgt. Wenn ich darauf achte, kann ich respektvoller kommunizieren, Missverständnisse vermeiden und meine Gedanken klarer ausdrücken.
Wer sich seiner Werte bewusst ist und zu sich selbst steht, kann auch mit einer Computerstimme eine starke und echte Stimme haben.