Autor: Dustin Karl




Oscar Whyman Benutzergeschichte

Oscar früher

2003 kam ein Junge in Hamburg auf die Welt. Er kam einige Monate früher als er sollte und konnte nicht reden und nicht laufen. Ihr werdet euch denken „Er ist doch ein Baby, natürlich kann er nicht reden und nicht laufen“.

Spoiler: Das wird er auch später nicht können. Er hat nämlich eine seltene Muskelerkrankung.

Trotzdem wird er später sehr viel zu erzählen haben und das, ohne den Mund zu öffnen.

Wie geht das fragt ihr euch? Na ja, ihr lest dies auf der PRD Internetseite, also werdet ihr es euch denken können. Richtig. Mit einem Talker.

Wer ist er? Ach so, das bin ich und ich erzähle euch jetzt was über mich.

Mein Name ist Oscar Whyman. Ich bin 19 Jahre alt und wohne in Hamburg.

Wir leben in einem Haus in Niendorf, ich habe eine kleine Schwester. Wir haben einen Hund und eine Katze.

Ich habe seit meinem dritten Lebensjahr einen Rollstuhl und seit ich 8 bin einen E-Rolli. Da ich beatmet bin, kann ich nicht sprechen.

Die ersten Jahre habe ich ausschließlich mit Gebärden kommuniziert.

Teilweise aus dem Programm „gebärdenunterstützte Kommunikation“ oder selbst ausgedachte.

Daher waren meine Eltern die Einzigen, die mich verstanden haben.

Das konnte natürlich nicht ewig so weitergehen!

2006 bekam ich dann – ab jetzt wird es spannend für Euch – meinen ersten Talker mit „Quasselkiste 45“.

Wie habe ich es gelernt? Nun ja, dies habe ich meiner Mutter zu verdanken. Wir haben gemeinsam das Programm gelernt, indem wir angefangen haben, uns darüber zu unterhalten. So habe ich automatisch mehr Motivation bekommen, damit zu sprechen und auf Gebärden zu verzichten.

Ich wollte immer mehr erzählen. Das führte zwangsläufig dazu, dass ich ein größeres Programm brauchte. Die Wortstrategie 84. Diese benutze ich bis heute.

2007 kam ich schließlich in den Kindergarten. Bedeutet also, ich musste mit anderen Menschen ausserhalb der Familie reden. Habe ich mich gefreut und habe sofort gesprochen? DEFINITIV NICHT! Ich war ein sehr schüchterner Junge und und habe mich nicht getraut z.B. die Namen der Anderen auf dem Talker zu sagen. Woran das lag, kann ich heute gar nicht mehr so genau sagen.

Bevor ich einen Talker bekam, war ich in der Beratungsstelle für Unterstützte Kommunikation. Dort wurde beurteilt, ob ich überhaupt einen Talker benötige.

Warum erzähle ich euch das? Was ich damals noch nicht wusste: Es würde nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dieses Schulgelände sehe. Hier verbrachte ich später 11 Jahre meines Lebens, Schule Hirtenweg, Othmarschen.

Die Schule war super.

Dort gab es unterschiedliche Therapien, spezielle Sportangebote, und vor allem TALKER UNTERRICHT!!! Was heißt das im Klartext? Alle Schüler mit Talker trafen sich 1x die Woche, um miteinander zu reden.

Zusätzlich gab es Einzelstunden. Hier lernte ich neue Wörter und wurde schneller im Sprechen.

Erst programmierten die Lehrer für mich, später lernte ich es selbst.

Ich programmierte sehr sinnvolle Dinge, wie die Namen der Charaktere aus Serien. Später war unsere Klasse Segeln und ich habe eine Seite mit Segelbegriffen erstellt oder mit meinem Freund alle Automarken einprogrammiert.

Außerdem habe ich mit Hilfe der Aufnahmefunktion Ausschnitte von Liedern aus Serien aufgenommen, indem ich mich sehr nahe vor den Fernseher setzte. Leider crashte meine Schwester die ein oder andere Aufnahme, indem sie dazwischen redete.

Ich habe viele Lieder aufgenommen, während das Radio im Schulbus spielte.

Meine Mutter und ihre Freunde haben Happy Birthday auf meinem Talker eingesungen, was ich noch heute bei jeder Geburtstagsfeier abspiele.

In der vierten Klasse wurde ich dann vom Talker Unterricht befreit. Im Sprechen und im Programmieren konnte ich alles.

Im Gruppenunterricht habe ich später anderen Talker Nutzern geholfen. Das hat mir Spaß gemacht. Die Freistellung hatte die positive Auswirkung, dass ich mehr Zeit für anderen Unterricht hatte. Yay!

Zeitsprung…

Oscar heute

2018: Mittlerweile bin ich in der 10. Klasse, bin fast jedes Jahr Klassensprecher gewesen und engagierte mich bei allen möglichen Themen in der Schule.

 

Ihr fragt euch warum wir ins Jahr 2018 gesprungen sind? Weil man an der Schule in der 10. Klasse etwas machen muss. Ein Praktikum. AUFREGEND! Nachdem ich in den letzten Jahren sehr viel damit verbracht habe, Leute mit Talkern zu unterstützen, war es für mich nur logisch, im Bereich Unterstützte Kommunikation ein Praktikum zu machen.

Ich bekam den Kontakt zur Alsterdorfer Assistenz West, wo Menschen mit Behinderung arbeiten.

Ich begleitete eine Kollegin 1x wöchentlich für 9 Wochen.Sie unterstützte Menschen mit Talkern in unterschiedlichen Einrichtungen. Genau das Richtige für mich also.

Es hat mir Spaß gemacht.

Ab Sommer 2019 habe ich eine UK-Lehrerin der Schule unterstützt. Leider konnte ich dieser Hilfe aber nicht sehr lange nachgehen.

Wir können uns alle denken, wovon ich rede. Richtig. Unser aller Lieblingsvirus.

Corona brach aus, wir wurden alle ins Homeoffice geschickt und meine Talker Unterrichts Vision war kaputt. Klasse.

Die Zeit zu Hause kam mir etwas zu Gute, da ich so besser für meine ESA Abschluss Prüfung lernen konnte, die ich im Mai 2020 zuhause geschrieben habe.

Ich habe bestanden und somit nach 11 Jahren die Schule Hirtenweg verlassen.

Seit Sommer 2020 gehe ich auf die Handelsschule des BZBS am Borgweg, um dort meinen MSA und mein Fachabitur zu machen.

Glücklicherweise sind meine besten Freunde mitgekommen.

Natürlich war eine der ersten Fragen, die mir auf der Schule gestellt wurde: Was ist das da, womit du sprichst? Alle waren sehr fasziniert. Also, wie immer.

Alles in allem lebe ich mein jetziges Leben ganz normal. Ich mache und höre gerne Musik, treffe mich mit Freunden und schaue gerne Filme. Also wie jeder andere 19-Jährige auch. Mein Talker spielt dabei gar nicht so eine große Rolle. Die meisten Leute merken nicht mehr, dass ich über einen Sprachcomputer kommuniziere.

Ich kann mir vorstellen, später einen Beruf auszuüben, der etwas mit Talker Beratung zu tun hat.

Ohne Corona würde ich bestimmt auch in meiner Freizeit etwas in diese Richtung arbeiten, um mir etwas Geld zu verdienen. Na ja. Vielleicht irgendwann.

Danke für eure Aufmerksamkeit und auf Wiedersehen!

Oscar Whyman

Über uns

10 gute Gründe für Kommunikationshilfen von PRD

Erfahren Sie hier, was Prentke Romich Deutschland so besonders macht, und welche Vorteile für Sie damit verbunden sind.

Warum Unterstützte Kommunikation?

Entscheidender Beitrag zur Kommunikationsentwicklung

Das Ziel von Unterstützter Kommunikation ist es, Menschen aller Altersgruppen, die sich nicht oder nur sehr schwer verständlich äußern können, bessere Verständigungsmöglichkeiten zu eröffnen.

Unterstützte Kommunikation erfordert keine besonderen Voraussetzungen und ergänzt die individuell vorhandenen Ausdrucksfähigkeiten der Person. Neben Gesten, Gebärden, Symbolkarten, Kommunikationsbüchern usw. kommen dabei auch verschiedenartige Hilfen mit Sprachausgabe zum Einsatz.

In 5 Schritten zum Hilfsmittel von PRD

Der Weg zum Hilfsmittel von PRD: Gut beraten, gut betreut!

Wie bekomme ich das Hilfsmittel, das am besten zu der betroffenen Person passt?

Meike-Stahl-verstorben

Meike Stahl verstorben

Meike-Stahl-verstorben

Mit großer Bestürzung und unfassbar traurig nehmen wir Abschied von  

Meike Stahl  

Wir verlieren eine herzliche und beliebte Kollegin und Freundin, die unser Team seit fast 18 Jahren durch ihr großes Engagement für Unterstützte Kommunikation sehr bereichert hat. 

Mit ihrer Arbeit hat sie viele Menschen für das Thema UK sensibilisiert und begeistert und unterstützt kommunizierenden Personen eine Stimme gegeben. 

Die Lücke, die sie hinterlässt, ist unbeschreiblich groß. 

Unser tiefes Mitgefühl in dieser schweren Zeit gilt ihrer Familie. 

 

Sie können Ihre Anteilnahme/Beileidsbekundungen an unsere Firmenzentrale senden. Wir leiten diese anschließend an die Familie weiter. Online haben Sie die Möglichkeit auf der Gedenkseite für Meike Stahl ihre Anteilnahme zu zeigen.

 

Prentke Romich GmbH

Rückblick zur Online-Schulung “Alltagstechnologie als Assistive Technologien” mit Igor Krstoski

Am 07.02.22 fand die Online-Schulung zu “Alltagstechnologie als Assistive Technologien” mit Igor Krstoski statt. Ca. 140 Teilnehmer:innen erhielten spannenden Input zur Theorie und zu praktischen Einsatzmöglichkeiten von AT. Hier geht es zum Padlet* und zu den TaskCards*.

Die PPT-Folien für das Handout sind ebenfalls auf den o.g. Kanälen zu finden.

Wir von Prentke Romich werden Ihnen auch in Zukunft hilfreiche Videos, didaktisches Material und weitere Online-Schulungen zu diesem Thema anbieten.

 

*Die Prentke Romich GmbH ist für die externen Inhalte auf Padlet und TaskCards nicht verantwortlich und übernimmt hier keinerlei Haftung für falsche oder unvollständige Informationen.

Minfo 01-22

Rückblick zur Online-Schulung “Einführung in MetaTalk – Aufbau, Technik und Didaktik”

Am 25.02.22 fand die Online Schulung zu MetaTalk statt. Unsere Beraterinnen Anna und Lena gaben am Beispiel von MetaTalk 6×11 einen Einblick in den Aufbau, die Technik und didaktische Möglichkeiten des Anwendungsprogramms. Die Folien der Schulung sind hier zu finden.

Wir von Prentke Romich werden Ihnen auch in Zukunft hilfreiche Videos, didaktisches Material und weitere Online-Schulungen zu diesem Thema anbieten.

Minfo 01-22



GoTalk 4+ / 9+ / 20+ / 32+ bis auf Weiteres nicht mehr erhältlich

Da Attainment, der Hersteller der GoTalk-Produkte, diese bisher nicht gemäß MDR zertifiziert hat, können wir derzeit keine GoTalks nachbestellen und nur noch unsere Lagerbestände abverkaufen.

Die MDR (Medical Device Regulation) ist eine EU-Verordnung für Medizinprodukte, die im Mai 2021 in Kraft trat.

Aktuell haben wir noch folgende GoTalk-Geräte auf Lager:

Die QuickTalker von AbleNet bieten sich als Alternative zu den GoTalk-Kommunikationshilfen an. Die QuickTalker stehen als Varianten mit 7, 12 und 23 Feldern zur Verfügung. QuickTalker gibt es optional auch in einer “FeatherTouch”-Variante, die sich besonders leicht auslösen lässt.

Falls Attainment die GoTalk-Geräte doch noch gemäß MDR zertifizieren sollte, werden wir diese beliebten einfachen Kommunikationshilfen selbstverständlich wieder in unser Programm aufnehmen.

Minfo 04-21

Aufgeräumt. Klar. Intuitiv: Empower™

Oberfläche von ABC50 in Empower

Was ist Empower?

Empower ist PRDs neue, einfach zu benutzende Kommunikationssoftware für die Accent-Kommunikationshilfen. In Empower finden Sie aus NuVoice bekannte Begriffe und Funktionen mit klaren Beschreibungen und Anleitungen. Die einfache und schlüssige Navigation vereinfacht den Einstieg in den Umgang mit der Kommunikationshilfe.

Empower wurde mit dem Ziel entwickelt, das Verändern von Tasten und Einstellungen so einfach wie möglich zu machen. Der Griff zum Handbuch wird nur selten nötig sein.

Vorzüge von Empower auf einen Blick:

  • Intuitive Bedienung
  • Integrierter Internetbrowser
  • Wiedergabe von Videos
  • Alle beliebten Vokabulare von PRD
  • Und noch vieles mehr

Wenn Sie direkt mit Empower starten wollen, werfen Sie doch einen Blick in unsere Empower-Videoanleitung:

https://www.prentke-romich.de/empower-videoanleitung/

Sie benötigen noch weitere Infos rund um Empower? Hoffentlich helfen Ihnen die folgenden Antworten auf die häufigsten Fragen:

Dynamischer Talker

Accent 1400 mit Augensteuerung Look™14-30

Der Accent 1400 kann um die Augensteuerung Look™14-30 erweitert werden, die eine Steuerung ausschließlich mit den Augen ermöglicht. Viele Einstellungsoptionen erlauben das Anpassen an individuelle Bedürfnisse.

PRD plant den offiziellen Start von Empower mit der Version 1.13 im November 2021.

  • Wenn Sie in NuVoice auf die Toolbox – Menü System – gehen und dort unten links der Punkt Empower als Standard-Kommunikationssoftware verwenden erscheint, ist Empower bereits installiert und Sie können Empower direkt nutzen.
  • Sollte Empower noch nicht auf ihrem Accent installiert sein, können Sie anhand der Seriennummer prüfen, ob ihr Accent die Möglichkeit bietet, Empower nachzurüsten. Sie finden die Seriennummer auf der Rückseite des Gerätes (SN/Serial No.). Empower läuft auf allen Accent 1400, auf Accent 1000 mit einer Seriennummer ab 5000AC10 oder höher und auf Accent 800 mit einer Seriennummer ab 3000AC8 oder höher.

  • Minspeak: QK45, QK60, WS84 (alle mit oder ohne MTC-Symbole) und WS144
  • LoGoFoXX: 15, 24, 32, 60 (alle in Version 2.0)
  • ABC: 45, 50, 60 jeweils mit und ohne Metacom-Symbole
  • MultiFoXX: 24 und 45
  • Hinweis: Fett markiert: Vokabulare sind noch im Beta-Stadium
  • Alle aus NuVoice bekannten Ansteuerungsmöglichkeiten finden Sie auch in Empower. Dazu zählen manuelle Ansteuerung, Scanning, Augensteuerung, Kopfmaus und weitere Mausersatzgeräte
  • Fingerführungshilfen von NuVoice können auch für Empower verwendet werden.

Ja, in Empower können Sie die gleichen Stimmen und Symbole wie in NuVoice nutzen.

Das funktioniert derzeit leider noch nicht, ist aber zukünftig vorgesehen.

NuVoice wird auch weiterhin auf den Accent Kommunikationshilfen installiert sein. Sie haben die Möglichkeit, sich zwischen NuVoice und Empower zu entscheiden. NuVoice wird noch einige Jahre weiter unterstützt werden.

 

Minfo 04-21

Rückblick zur Online-Schulung “Wie setzt man sprechende Tasten im Alltag sinnvoll ein?”

Referentin Ina Steinhaus

Am Mittwoch, den 14.04.2021, hat PRD in Zusammenarbeit mit Ina Steinhaus die Online-Schulung “Wie setzt man sprechende Tasten im Alltag sinnvoll ein? Tipps und Tricks für das Umfeld” gegeben. Zunächst nochmals ein großes Dankeschön an Ina Steinhaus für den informativen und praxisnahen Input!

Die Online-Schulung war schon im Voraus mit über 500 Anmeldungen ausgebucht. Letztendlich haben ca. 330 Menschen teilgenommen und mit zahlreichen Fragen, Tipps und Anmerkungen zu einem sehr lebhaften Austausch beigetragen. Die große Anzahl an Anmeldungen und Rückmeldungen zeigt, dass der Bereich der “einfachen Kommunikationshilfen” auch in Zeiten von iPad und Co. ein elementarer Bestandteil der Unterstützten Kommunikation ist.

Wir von Prentke Romich werden Ihnen auch in Zukunft Videos, didaktisches Material und weitere Online-Schulungen zu diesem Thema anbieten.

Für alle Teilnehmer*innen von gestern gibt es die wichtigsten Links und Informationen aus der Online-Schulung zum Download hier.

Minfo 02-21