Iris Krems

Hi Paul,

na Du,  jetzt ist es soweit… verläßt PRD als Erster in den sogenannten „Ruhestand“. Ich fasse es nicht… konnte manchmal abends nicht einschlafen, so viele Erinnerungen an unsere ersten Jahre und  jetzt die große Frage: was will ich Dir sagen, was ist mir wichtig…?

Als Du 1991 als „3. Mann“ in die Firma kamst, dachte ich spontan: WOW, ein „richtiger Kerl“, groß, gutaussehend, gepflegt und selbstbewußt mit starker Ausstrahlung, richtig kraftvoll, also nochmals gesagt: ein richtiger Mann! Und wie sich in den Folgejahren herausstellte, hat sich mein erster Eindruck nicht getäuscht. Obwohl..? manche kennen den Spruch:

Ein Mann – Ein Wort, Eine Frau – Ein Wörterbuch.. mein Fazit: Paul – ein richtiger Mann mit ausgeprägter femininer Seite…

Manchmal kamen wir kaum zu Wort, ich hab auch icht immer alles verstanden, die kreativen Ideen mußten erstmal verarbeitet werden nach Deinem Brainstorming…

Dann haben wir 1991 Seite an Seite den 1. REHA-Messestand aufgebaut mit Deinem Werkzeug und viel Krams aus dem Büro, anschließend wieder abgebaut und gefühlt 100 Sachen in meinen Passat Kombi  gestopft. Voll bis unter’s Dach, es passte nichts mehr rein! Ehrlich, ich hatte Angst vor einem Achsbruch/Reifenpanne und die Vision „Ich stehe alleine am Straßenrand“ ließ mich erzittern…und Du sagtest nur: ach Iris, alles okay, geht schon, gute Fahrt! Wir waren müde, kaputt, aber auch elektrisiert, es lief alles soo gut und diese vielen Begegnungen/Menschengeschichten hatten mich aufgewühlt.

Wir haben gefühlt hunderte BüroTeams absolviert, erst in Arolsen, manchmal in Springe bei Dir Zuhause, später in Kassel mit heißen Diskussionen über viele Projekte inhaltlich und organisatorisch (nachzulesen in diversen Minfos). Du hast so viel erdacht, erschaffen, geleistet und hattest IMMER die Benutzer im Blick.

So viel Freude kommt auf, wenn ich z.B. an Deine Beziehung zu Lennart denke… von Dir hörte, was Du für ihn alles ersonnen hast (siehe div. Minfo-Artikel).  Du bist wahrlich ein Zauberer, lieber Paul mit einem riesengroßen Herzen.

Manchmal habe ich mich um Deine Gesundheit gesorgt, literweise Kaffee, kaum was gegessen und in den Pausen meist telefoniert… davon wolltest Du nix wissen, alles okay.

Dein Motto: geht nicht – gibt es nicht! Hast so manche Nacht gearbeitet, bist oft sehr weit gereist/geflogen, hast Deine Reisen selbst organisiert, Tickets gebucht usw. usw. Das war bestimmt auch anstrengend. Oder: Früher lief vieles „auf dem kurzen Dienstweg“,  manchmal  fehlten Teile Deiner Demoausstattung, Beispiele aus Deiner Inventurliste: Wo? Verliehen? Verschenkt?…zum Glück waren es nicht die Talker und JB meinte dann lakonisch: „Tja, Abschreiben!“ Ich weiß, Du hast es einfach nur gut gemeint und wolltest Menschen immer schnell helfen.

Eine Sache fällt mir noch ein: als wir weiter wuchsen und die Berater-Bereiche neu aufgeteilt wurden, hörte ich so manches Mal bei Terminabsprachen für Nord-Ost: Wir wollen aber nur den PAUL! Ja, Du hattest heimliche Verehrerinnen in manch  Einrichtung. ..wusstest Du das? Nein?, ach komm Paul…Du kannst schon sehr charmant sein.

Ich drücke Dich jetzt in Gedanken und wünsche Dir viel Freude bei all Deinem Tun und Sein.

Iris